
In dem von Armut und sozialer Ungleichheit geprägten Stadtteil Contorno, etwa 10 km von Petrópolis entfernt, mangelt es an staatlichen Investitionen in Bildung und es gibt kaum Freizeitangebote. Gleichzeitig fehlt es vielen Kindern an Wissen über ihre Rechte, wodurch sie besonders gefährdet sind. Sexuelle Gewalt ist in Brasilien ein großes Problem. Die Folgen sexuellen Missbrauchs sind für Kinder schwerwiegend und reichen von Angst, Scham und Schuldgefühlen bis hin zu Depressionen und Verhaltensstörungen. Auch frühe Schwangerschaften verstärken bestehende Kreisläufe von Armut, Gewalt und fehlenden Bildungschancen. Das Projekt von „Kinder in Rio e.V.“ setzt deshalb auf Prävention und möchte Kinder nachhaltig stärken. In Workshops und im täglichen pädagogischen Alltag lernen sie spielerisch ihre Rechte kennen, entwickeln ein Bewusstsein für körperliche Selbstbestimmung und erfahren, wie sie sich vor sexuellem Missbrauch schützen und Hilfe erhalten können. Ergänzend werden monatliche Elternabende durchgeführt, um Sorgeberechtigte zu sensibilisieren und ihnen konkrete Hilfsangebote aufzuzeigen
