Stiftungszweck

Nach dem Motto „Der beste Weg aus der Armut ist der Schulweg“ gründeten Hans-Georg und Anne Kraus 1996 die gemeinnützige Georg Kraus Stiftung. Das erste Stiftungsziel ist die Entwicklungszusammenarbeit. Damit möchte die Stiftung benachteiligten Menschen im globalen Süden helfen, sich eine sichere Lebensgrundlage in ihrem Heimatland zu schaffen. Im Vordergrund steht dabei die „Hilfe zur Selbsthilfe“, um unabhängig von Unterstützung dauerhaft in Würde leben zu können. Schulbildung und Ausbildung sind dafür wichtige Grundbausteine sowie die Förderung der zukunftsorientierten Landwirtschaft und die Verbesserungen der Infrastruktur vor Ort.

In den vergangenen 30 Jahren wurden Projekte in über 70 Ländern der Erde gefördert, insbesondere in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein besonderer Fokus liegt auf Initiativen, die oft benachteiligten Mädchen und Frauen durch Schul- und Berufsausbildung bessere Zukunftschancen ermöglichen. Die Georg Kraus Stiftung finanziert kleinere, konkrete Vorhaben und kooperiert mit Vereinen oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen, die Anträge auf Unterstützung einreichen. Dabei handelt es sich um deutsche Nichtregierungsorganisationen, welche die Verantwortung für die Umsetzung tragen. Die Stiftung verlangt zudem eine transparente Rechenschaft über die Verwendung der Gelder in Form eines Verwendungsnachweises.

Neben der Förderung der Entwicklungszusammenarbeit beinhaltet die Satzung der Georg Kraus Stiftung einen weiteren Stiftungszweck der Förderung sozialer Projekte. Dazu gehören „Gemeinsames Wohnen in Alter“, eine Wohngemeinschaft für Senioren, die an Demenz erkrankt sind und Senioren-Projekte in Osteuropa.

Die Wirkungsbereiche der Georg Kraus Stiftung:

Spezielle Mädchen- und Frauenförderung

beispielsweise Alphabetisierungskurse, Näh- und Schneiderkurse, Schulungen zur Kleintierhaltung, Bäckerhandwerk, Mikrokredite für Kleinunternehmerinnen und Vermittlung von Basiswissen für Betriebswirtschaft, Aufklärungsprojekte und Anschaffung von Material für die Monats-Hygiene, Unterstützung von Frauenhäusern.

Wasserprojekte und nachhaltige Landwirtschaft

beispielsweise Brunnenbau, Wasseraufbereitungsanlagen, Regenwassertanks, Wasserturmbau, solarbetriebene Wasserpumpen, Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft, Unterstützung des Anbaus von Bioprodukten, Schul- und Gemeinschaftsgärten zur Selbstversorgung, Imkerei, Pilzzucht, Tierzucht.

Schul- und Berufsausbildung

beispielsweise Schulbau, Schulausstattungen und Erweiterungen, Stipendien für Studierende, Schulungen, Berufsausbildungen und Fortbildungen, Kosten für Schulgeld, Schuluniformen und Schulspeisungen.

Verbesserung der Lebensumstände

beispielsweise Verbesserung der Wohnverhältnisse, Flut- und Erdbebenhilfe, sanitäre Einrichtungen, Abfallwirtschaft und Recycling, Solaranlagen, Wohnraum für Lehrer in weit abgelegenen Dorfschulen, Bau und Sanierung von Kindergärten und Kinderheimen, Hilfe für Waisenkinder und Straßenkinder.

Altenhilfe

beispielweise die Unterstützung von Senioren durch Projekte wie „gemeinsames Wohnen im Alter“, eine Wohngemeinschaft für Senioren, die an Demenz erkrankt sind und Altenhilfe in Osteuropa.