Mali | Mehr Einkommen schaffen mit Frauennetzwerk und Landwirtschaftsprojekte – Nr. 82

Das Projekt stärkt Frauen in den Regionen Bamako und Koutiala. Als Hauptverantwortliche für das Haushaltseinkommen schließen sie sich in Kooperativen zusammen, um wirtschaftliche Risiken und steigende Alltagspreise gemeinsam zu bewältigen. Der Verein „Aktion Pro Afrika e. V.“ unterstützt mit Hilfe der Georg Kraus Stiftung diese Zusammenschlüsse gezielt durch einkommensschaffende Initiativen und Wissensvermittlung. Die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Frauen steht dabei im Fokus. Grundlegende Kenntnissen im Finanzwesen, der Buchhaltung und der Betriebswirtschaft gehören zu den Fortbildungen. Dadurch werden die Frauen befähigt, finanzielle Reserven für den strategischen Einkauf von Grundstoffen zu bilden. Das Netzwerk strebt an, die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Kooperativen langfristig zu festigen und Frauen zu krisenresistenten Unternehmerinnen auszubilden. Durch ein stabileres Einkommen verbessert sich die Ernährungssituation der Familien und gleichzeitig steigen dadurch auch die Bildungschancen der Kinder.

 

Zuvor förderte die Georg Kraus Stiftung vor Ort weitere Projekte: „Mit eigenem Einkommen aus der Armut – Hühnerzucht für Frauen aus Marseille”. Ziel hierbei ist es, dass die Frauen fundiertes Fachwissen im Bereich der Tierhaltung erwerben, ein eigenes Einkommen erwirtschaften und so ihre Position in der Familie sowie in der Gesellschaft stärken.

Auch das „Landwirtschaftsprojekt für die Frauen in Djigué“ leistete einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der dortigen Frauen, die der Frauenorganisation „Yiriwa ton“ angehören. Fester Bestandteil des Projekts war eine dreijährige landwirtschaftliche Schulung. Diese trug aktiv dazu bei, die Armut in Djigué zu bekämpfen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Die Zielsetzung umfasste unter anderem, die Ernteerträge durch Vielfalt zu steigern und die gesamte landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen. Das zu bewirtschaftende Terrain befand sich im Besitz der Frauenorganisation. Während die Ernten die Ernährung im Dorf sicherten, wurden die erwirtschafteten Überschüsse erfolgreich auf dem Markt verkauft.